Wie alles begann...

 

Am 12. Juli 1835 gründete Johann Adolf Tille (geb. 25. Januar 1806) eine Kupferschmiede in Horn.

Der Familienname Tille reicht bis in das 16. Jahrhundert zurück. Adolf Tille erlernte das Kupferschmiede-Handwerk bei einem Meister in Bielefeld von 1825 bis 1829 und wurde in dieser Lehrzeit ein tüchtiger Geselle. Dies bezeugt der noch heute vorhandene Lehrbrief, der im Heimatmuseum zu Detmold aufbewahrt wird.

 



Als Handwerksgeselle durchwanderte er die deutschen Gaue und gründete 1835 an der Mittelstraße in Horn eine Gelbgießerei. Seine beiden Söhne Adolf und August erlernten im elterlichen Geschäft das Handwerk des Kupferschmiedes und machten sich später selbstständig. Adolf erhielt das gegenüberliegende Haus des Tabakwarenfabrikanten Lender, August verblieb im Gründungsgeschäft und baute es immer weiter aus.

 


Qualität hatte schon damals einen Namen: Tille


In den Tilleschen Werkstätten wurde beste Handwerksarbeit geleistet. Typische Produkte waren kupferne Badewannen und Wasseranschlüsse für die zahlreichen umliegenden Bäder und Heileinrichtungen. Kupferkessel wurden für Brauereien produziert, Pumpen für Privathaushalte erstellt. Auch über die lippischen Grenzen hinaus waren die Erzeugnisse begehrt. Hotels und Pensionen brachten ganze Fuhren Kessel und Pfannen nach Horn, um sie dort verzinnen zu lassen. Als sich dann das leichtere Emaille und das Aluminium durchsetzte, passte sich das Unternehmen den veränderten Verhältnissen gut an.

 



August Tille verstarb am 2. Dezember 1908. Sein ältester Sohn Karl trat bereits nach erfolgreicher Lehre in dessen Fußstapfen und gestaltete das Geschäft neuzeitlich um. 1907 wurde Carl Tille aufgrund seiner guten Prüfungen zum Rohrmeister ernannt. Leider kam Carl Tille bei einem tragischen Autounfall im Dezember 1949 ums Leben.

 

Fritz Tille, der zweite Sohn von August Tille, erlernte das Schlosserhandwerk in Detmold.

Später besuchte er die Elektromotorenschule in Köln und richtete
dann das Geschäft auf elektrische Licht- und Kraftanlagen und Anlagen für Rundfunk und Fernsehen aus. Des Weiteren wurde von ihm eine Motorenwicklerei etabliert. Von den Geschwistern Tille (Fritz,Karl und Luise) wurde die Lippische Drahtzieherei und Drahtstiftfabrik 1931 in Wöbbel gegründet, die 1934 an den Wilberger Weg in Horn umzog. Als umsichtige Geschäftsführerin dieser Firma zeigte sich, die einzige Schwester Luise von Karl und Fritz Tille, die jedoch 1953 tödlich verunglückte.

 


Am 1. Juli 1933 trat Herr Werner Riekhof in die Sanitär Firma ein. Durch außergewöhnliches Fachkönnen und umsichtige Kompetenz blieb er dem Unternehmen über 50 Berufsjahre erhalten.

Ständige Weiterentwicklung 1953 begann Karl Tille die Geschicke der nunmehr drei Unternehmen(Sanitär, Elektro- sowie die Drahtstiftproduktion) zu lenken.


Nach absolvierter Lehre zum Elektroinstallateur besuchte er Ingenieursschule in Lage. Am 21.05.1949 wurde Karl Tille der akademische Grad des Elektro-Ingenieurs verliehen. Um die Idee seines Onkels Fritz, den Bereich Elektrotechnik im Hause Tille weiter voran zu bringen bekam er nach erfolgreichem Besuch der Meisterschule
in Bielefeld am 13.05.1954 den Meistertitel.

Durch Fleiß, Tatkraft und handwerkliches Können haben sich die Betriebe ständig weiter entwickelt.

1956 errichteten Karl und Ilse Tille moderne Geschäfts- und Büroräume.An der Mittelstraße in Horn inklusive Ladenlokal, in dem in großflächigen Schaufenstern die damals gefragtesten Objekte des Sortiments ausgestellt wurden. 1960 zählten mehr als 60 Mitarbeiter zum Firmenverbund. Aufgrund der langjährigen Mitarbeit und ständigen Weiter-bildungsmaßnahmen erlangten diese Fachkräfte viele zusätzliche Qualifikationen. Besonderes Augenmerk wurde auf die Ausbildung der nachwachsenden Generationen gelegt. Zahlreiche „Lehrlinge“ wurden in
den verschiedensten Handwerkskünsten erfolgreich ausgebildet. Zwischenzeitlich bildeten Sie ein stabiles Rückgrat für neue Technologien.